Robert F. Kennedy Jr. gilt als besonders umstritten. Nun attackiert er die deutsche Regierung mit einem Post. Amtskollegin Warken nennt er „Workin“. Diese weist die Vorwürfe entschieden zurück.

  • BigShammy80@feddit.org
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    17 days ago

    „Die Berichte aus Deutschland zeigen, dass die Regierung die Autonomie der Patienten beiseiteschiebt und die Möglichkeiten der Menschen einschränkt, bei medizinischen Entscheidungen nach ihren eigenen Überzeugungen zu handeln.“

    Da bin ich echt froh… ich stelle mir gerade vor, jeder könnte machen was er will… man hat ja gesehen, wie das ohne Vorschriften während Corona funktioniert hat, nämlich gar nicht.

    • dreamless_day@feddit.org
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      17 days ago

      Die Denkweise kommt wahrscheinlich auch etwas von den unterschiedlichen Krankenkassensystemen in den USA und Deutschland. In den USA sind viele halt selbst für ihre Kosten verantwortlich, da könnte das Gefühl größer sein selbst entscheiden zu wollen, wie man behandelt wird. In Deutschland dagegen sind die meisten gesetzlich versichert, wir geben die Verantwortung an die Krankenkasse bzw. den Gesetzgeber ab, welche ärztliche Vorgehensweise sinnvoll sind.

      • GenosseFlosse@feddit.org
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        17 days ago

        Ok, aber was wäre jetzt für mich als US Privatpatiente die tatsächliche Ersparnisse wenn ich mich entscheide mir entweder den poehsen COVID Impfstoff, oder den von Kennedy empfohlenen Pferdeentwurmer spritzen zu lassen?

      • BigShammy80@feddit.org
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        17 days ago

        Ja, da hast du sicher recht, aber ich meinte im Bezug auf eine globale Pandemie, kannst du halt nicht die Bürger selbst entscheiden lassen. Hier geht es ja nicht mehr nur um die eigene Gesundheit.

        • dreamless_day@feddit.org
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          17 days ago

          Natürlich kannst du das. Die Amis haben halt einen ganz anderen Blick auf den Staat als wir. Für die steht die persönliche Entscheidungsfreiheit an oberster Stelle. Wenn die Mehrheit das so sieht, dann ist es vollkommen okay die Entscheidung beim einzelnen zu lassen.

          • copacetic@discuss.tchncs.de
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            Deutsch
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            17 days ago

            Nein, ich denke nicht, dass man sagen kann “Für die steht die persönliche Entscheidungsfreiheit an oberster Stelle”. Was man sagen kann ist, dass “freie Meinungsäußerung” (Freedom of Speech in the First Amendment) viel wichtiger ist als bei uns. Als Kontrast ist in Deutschland die “Würde des Menschen” (GG §1) ganz oben.

            Auch die USA schränkt Bürgerrechte an vielen Stellen ein (bspw im Namen der “National Security”). Teilweise auch stärker als in der EU, wenn es zum Beispiel um nackte Haut geht oder um die Todesstrafe.

          • BigShammy80@feddit.org
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            17 days ago

            Nein, ist es nicht. Du kannst z.B. keinen hochansteckenden Patienten im Flugzeug mitfliegen lassen. Das ist nicht die Entscheidung des Einzelnen, hier geht es um die Gesundheit aller anderen die Mitfliegen, nur als Beispiel.

            Natürlich wenn 99% der Meinung sind, das ist ok, dann ist es was anderes. Der Fall wird aber nie eintreffen.

            • dreamless_day@feddit.org
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              17 days ago

              Ich finds immer lustig wie viele hier einfach nicht einsehen können, dass andere Menschen anders denken und handeln und das vollkommen okay ist. Wer bist du den Amis zu erzählen wie sie zu leben haben?

              • BigShammy80@feddit.org
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                17 days ago

                Die können machen was sie wollen, nur eben nicht wenn die Gesundheit von anderen Menschen auf dem Spiel steht…

                • dreamless_day@feddit.org
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                  17 days ago

                  Die Gesundheit anderer Menschen nicht zu gefährden ist halt nicht die einzige Maxime, an der wir unsere Gesellschaft ausrichten. Dann müssten wir nämlich ziemlich viel verbieten. Es ist immer eine Abwäging zwischen Freiheit und Sicherheit, die Amis gehen eher Richtung Freiheit, wir in Europa ein bisschen mehr Richtung Sicherheit.

                  Da gibt es kein besser oder schlechter

                  • blackris@discuss.tchncs.de
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                    17 days ago

                    Das sehe ich anders. Es ist die Abwägung von Freiheiten. Die Freiheiten etwas zu tun und die Freiheiten etwas nicht ertragen zu müssen. In den USA sind die nur anders gelagert. Da hast du die Freiheit keine ungewollten weiblichen Nippel sehen zu müssen, keine sinnvollen medizinischen Ratschlägen folge leisten zu müssen oder (als weiße Person) so ein rassistisches Stück Scheiße sein zu können, wie du willst. Hierzulande hast du eher Freiheiten wie ein gesundes und sicheres Leben oder die Freiheit, nicht in einem korrupten und abgrundtief menschenverachtendem Justizsystem in die Sklaverei berkauft zu werden. Aber sicher, da hibt es kein besser oder schlechter.

              • rbn@sopuli.xyz
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                17 days ago

                Wenn in einer Schulklasse ein Kind von 30 eine lebensbedrohliche Erdnussallergie hat, was wiegt höher? Die Freiheit der 29 essen zu können, was sie wollen oder das Leben des einen Kindes?

                • dreamless_day@feddit.org
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                  17 days ago

                  Die 29 Kinder essen was sie wollen und das eine bringt selber was mit.

                  Denkst du in der Mensa wird nur gekocht was alle Kinder an der Schule essen können?

                  • rbn@sopuli.xyz
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                    17 days ago

                    Bei einer schweren Allergie wird regelmäßig ein Verbot für die gesamte Klasse ausgesprochen. Da reichen teils schon Spuren in der Luft, um entsprechende Reaktionen auszulösen.

      • Toe@feddit.org
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        17 days ago

        Die Denkweise kommt wahrscheinlich auch etwas von den unterschiedlichen Krankenkassensystemen in den USA und Deutschland.

        Möglicherweise. Ja, im Vergleich erfahren in den USA sind die selbst verursachten Kosten näher am größeren Teil der Bevölkerung als in Deutschland.

        In Deutschland dagegen sind die meisten gesetzlich versichert, wir geben die Verantwortung an die Krankenkasse bzw. den Gesetzgeber ab, welche ärztliche Vorgehensweise sinnvoll sind.

        Nein wir geben diese Verantwortung nicht ab! Es gibt eine Leistungskatalog, der allgemeingültig als sinnvoll anerkannt ist. Der Arzt hat weiterhin die Aufgabe zu beraten und der Patient entscheidet in eigener Verantwortung. Er hat ebenfalls die Aufgabe die Notwendigkeit der Maßnahme mit zu bewerten und zu entscheiden ob er den Rat des Arztes annimmt oder nicht. Weiterhin kann, dieser auf eigene Rechnung weitere Leistungen beauftragen.

        Ich gehe aber mit, dass sehr viele Patienten, das, aus verschiedenen Gründen, nicht tun. Das nimmt sie jedoch nicht aus der Verantwortung.

        Mit Bekämpfung einer Pandemie hat das jedoch nichts zu tun. Bei einer Pandemie stehen Selbstverantwortung für einen selbst und Sicherheit anderer, verursacht durch einen selbst, in Abwägung.